Gehmeditation

Amma: „Alles, was man tut, ob es das Essen ist, Schlafen, Arbeiten Lachen und Weinen, alles wird zu Meditation, wenn man es mit Bewusstheit und der konstanten Erinnerung an das Göttliche tut.“

Die Gehmeditation hilft, Dinge bewusster zu tun. Östlichen Traditionen alles bewusst zu tun, dadurch sind wir in der Gegenwart. Die Gedanken beruhigen sich und wir verschwenden keine Energie auf Vergangenes.

Die Gehmeditation ist eine gute Vorbereitung für die Arbeit mit unserem Pferd. Während in der Regel unsere Aufmerksamkeit auf das Außen gerichtet ist, ist die Arbeit mit unseren Pferde eine Arbeit im Inneren. Von daher ist es gut, sich darauf entsprechend vorzubereiten.

Bereits 5-10 Minuten kurzer Konzentration nach innen können dabei sehr hilfreich sein.
Die Gehmeditation ist hierzu besonders gut geeignet.
Bei der Gehmeditation sind wir immer noch ein wenig der Welt zugewandt, statt gänzlich von ihr abgewandt. Sie beinhaltet sanfte Aktivität, statt starres Sitzen. Man könnte sie auch als waches Sein beschreiben.

Geh-Meditation ist ideal für all jene, die sich mit statischen Meditationen schwer tun.

Sie ist auch ideal für all jene, die in der Mitte des Tages etwas tun möchten, wo Sitzmeditation aufgrund der vielen Aktivitäten um uns herum nur schwer auszuführen ist.

Mit jedem achtsamen Schritt, sagt der Zen-Meister, pflanzen wir eine Saat des Friedens und des Glücks in den Boden, den wir betreten. Wir beginnen damit, die Erde, unsere Mutter, zu heilen und uns zugleich von ihr heilen zu lassen.

Zurück geht die Geh-Meditation auf den vietnamesischen Zen-Mönch Thich Nhat Hanh der ein ganzes Büchlein über die Geh-Meditation geschrieben hat

Hierin beschreibt er, wie man geht und dabei lächelt und wie man jeden Schritt dem Frieden auf der Erde und dem Wohl der Wesen widmet. Das Gehen wird oft als Mittel zum Rennen missbraucht. Es geht nicht darum, irgendwo anzukommen, sondern um das Gehen selbst als bewusstes Erfahren des Augenblicks.
Gehmeditation hilft bei seelischer Unausgeglichenheit, Unrast, Angst.

Die Meditation funktioniert wie folgt:

Wir machen nichts anderes als Gehen. Gehen voller Bewusstheit.

Man richtet die Aufmerksamkeit auf den eigenen Stand. Man spürt die Berührung der Füße auf dem Boden.

Die Hände sind vorne oder hinten, nicht an der Seite.

Der Blick ist leicht nach unten gerichtet, auf einen Punkt etwa zwei Meter vor uns.
Dadurch ist man visuell nicht abgelenkt.

Wenn man anfängt zu gehen, dann richtet man die Aufmerksamkeit einzig auf die Fußsohlen.

Man atmet ganz normal. Die Atmung ist nicht mit der Bewegung koordiniert.
Man macht zwei Bewegungen: man hebt die Füße und die Füße berühren nachher wieder den Boden. Ganz sanft hebt man einen Fuß und berührt den Boden.

Man geht etwas langsamer als normal aber so, dass man nicht das Gleichgewicht verliert.

Man kann Frieden und Freude spüren, weil sich die Gedanken bündeln, statt zu zerstreuen. Man ist vollkommen in der Gegenwart – Vergangenheit und Zukunft sind unwesentlich.

Wenn man die Gehmeditation macht, kann man sich nachher wacher fühlen, die Gedanken werden gebündelt und man hört auf, an dieses und jenes zu denken.